Persönliches

Ich bin am Zürichsee aufgewachsen und habe in Zürich 1976-82 Medizin studiert. Bereits 1985 zog es mich beruflich nach St. Gallen wo meine neue Heimat entstand. Drei Jahre später Heirat mit Eva Steinbeck. Wir haben drei Kinder und wohnen in der Stadt St. Gallen.

Politisch aktiv war ich seit meinem Studium. Damals engagierte ich mich bei Amnesty International und 1979 sehr stark für die Atomschutzinitiative und Erklärung von Bern.

Mit der beruflichen Tätigkeit verlagerte sich mein Engagement angesichts der grossen zeitlichen Belastung des Arztberufes auf berufliche Themen.

Beruflich

Nach dem Medizinstudium Ausbildung zum Internisten. Seit 1986 beauftragt mit dem Aufbau einer HIV-Sprechstunde am Kantonsspital St. Gallen. Ausbildung zum Infektiologen an der University of North Carolina at Chapel Hill, USA (1991-1993), wo ich auch meinen HIV-Forschungsschwerpunkt begann. Sechs Jahre Förderung durch den Schweizerischen Nationalfonds als Forschungs-Oberarzt am Kantonsspital St. Gallen. Seit Juli 2000 leite ich die damals neu gegründete Klinik Infektiologie am Kantonsspital. Ernennung zum Chefarzt 2006.

Mein zentrales Forschungsthema war die Frage, weshalb einige HIV-positive Personen stark ansteckend sind, andere nicht. Politisch tätig im Bereich der öffentlichen Gesundheit war ich seit dem Jahr 2000 durch meine Arbeit in der Ausserparlamentarischen Kommission für AIDS-Fragen.

Vor 12 Jahren habe ich einen Paradigmenwechsel in der HIV-Prävention provoziert: Behandlung als Prävention! Basierend auf meinen Forschungsarbeiten zur Infektiosität von HIV habe ich mit Unterstützung meiner Schweizer Kollegen 2008 das sog. „Swiss Statement“ publiziert: Unter guter Therapie keine Ansteckung. Patienten erkannten plötzlich den Wert einer Therapie, auch wenn sie selbst noch keine Symptome einer Erkrankung aufwiesen und wurden motiviert, die Therapie zu beginnen.

Dieses anfangs stark diskutierte Positionspapier hat letztendlich die heute International allgemein anerkannte „test-and-treat“-Strategie eingeleitet. Wenn wir alle infizierten Personen rasch und richtig behandeln, gibt es keine neuen HIV-Infektionen mehr. Eine Strategie, die heute nun global erfolgreich umgesetzt wird.

Politik

Mein politisches Engagement fokussierte während dem Studium auf Umweltfragen. Durch die zeitintensive Arbeit als Arzt und Forscher beschränkte sich meine politische Tätigkeit bisher auf das medizinische Umfeld. Im Rahmen der ausserparlamentarischen Kommissionsarbeit beschäftigten mich Themen der öffentlichen Gesundheit. Ein wichtiges aktuelles Schwerpunktthema im medizinischen Bereich ist der Aufbau einer kostengünstigen HIV-Therapie durch Förderung von Generika.

Mit der neuen Chance für die Grünliberale Partei St. Gallen als Nationalrat kandidieren zu dürfen, eröffnet sich für mich eine neue Dimension. Es ist Zeit, mein politisches Engagement auf die grossen Themen, insbesondere die Gesundheitsthemen zu konzentrieren und mein Fachwissen und das wissenschaftliche Denken im Parlament einzubringen.